Sprachaufenthalt Hawaii

Start ins Abenteuer:

 

Zwei Wochen vor der grossen Reise bekam ich per Post alle notwendigen Unterlagen von Linguista zugeschickt. Da realisierte ich, dass mein Traum bald Realität werden würde und ich ich mich endlich dem Kofferpacken widmen sollte. Gesagt getan und so stieg ich

voller Vertrauen in Zürich ins Flugzeug, denn ich wusste, dass die Sprachschule Linguista alles bestens vorbereitet hat. Nach dem sehr langen Flug wartete ich total übermüdet am Flughafen in Honolulu auf meinen Transfer, persönlich vorgenommen von meinem Gastvater. Er kam verspätet, da es einen Wasserrohrbruch gegeben hatte, aber seine nette Bgrüssung mit einem typisch hawaiianischen Blumenkranz, den er mir um den Hals legte, gab mir die letzte nötige Energie für die bevorstehende Autofahrt. Zuhause angekommen wurde mir erklärt, welchen Bus ich für die Schule nehmen sollte, dann legte ich mich schlafen, denn am nächsten Tag stand bereits mein erster Schultag auf dem Programm. Einen Tag Anklimatisierungszeit würde ich bei einem nächsten Mal sehr begrüssen.

Leider kam ich am Montagmorgen über 30 Minuten zu spät an der Schule an, denn der besagte Bus war ziemlich der langsamste überhaupt. Eine weitere Schwierigkeit für mich war die Orientierung an einem völlig fremden Ort, in einer grossen Stadt. Dann aber kam ich endlich in Global Village an und wurde mit einem Lächeln von zwei netten Sekretärinnen empfangen. Der Einstufungstest stand an und ich wurde anschliessend ins Level 7, Niveau C1, eingestuft. 

Alles für das Wohl der Studentinnen und Studenten:

Die Atmospäre in der Sprachschule ist äusserst angenehm. Die Lehrerinnen und Lehrer, das Empfangspersonal und auch der Präsident Adam Liss sind sehr freundlich, offen und hilfsbereit. Im grossen Computerraum dürfen wir Studentinnen und Studenten auch in der Freizeit arbeiten und den Drucker frei benützen. Im Aufenthaltsraum befinden sich bequeme Sofas, ein grosser Fernseher, Kühlschrank, Mikrowelle, ein Getränke- und Snackautomat. Am leiblichen Wohl soll es den Sprachschülern nicht fehlen.

Standardkurs oder Cambridge-Kurs:

Der Unterricht im Standardkurs wird jeweils von zwei Lehrpersonen geführt. Hier werden oft Spiele gespielt, Rollenspiele geübt, zu zweit oder zu dritt über den gelesenen oder gehörten Beitrag ausgetauscht. Jede Woche wird ein übergeordnetes Thema thematisiert, zum Beispiel Freundschaften, Geld oder Natur, ebenfalls ein kleines grammatikalisches Thema und wenig neues Vokabular oder Idioms. Für Studentinnen und Studenten, die vor allem Spass haben und den Fokus auf die mündlichen Sprachkenntnisse legen, ist dieser Standardkurs empfehlenswert. Sprachschülerinnen und -schüler, die sich sich vertiefte Vokabularkenntnisse und aufbauende Grammatik wünschen, kommen im Standardkurs nicht vollumfänglich zu ihren Kosten. Es ist für die Lehrperson bei so vielen verschiedenen Bedürfnissen auch eine echte Herausforderung, einen passenden Mix zu finden und alle Bedürfnisse zu befriedigen. Dass man als Schülerin oder Schüler jeden Montag an der Schule neu starten kann, ist zwar angenehm und praktisch, für die bestehende Klasse aber etwas mühsam. Ein auf der letzten Woche aufbauender Unterricht ist unter diesen Umständen gar nicht möglich. Wer in der Sprachschule wirklich grosse Fortschritte erzielen möchte und auch eine intrinsische Leistungsbereitschaft mitbringt, dem empfehle ich dringenst den Besuch des Cambridge-Kurses. Dieser startet allerdings nur zu bestimmten Daten, eine vorgängige Abklärung über die Reisedaten ist deswegen ratsam.

Freiwillige ausserschulische Aktivitäten:

An Global Village habe ich die ausserschulischen Angebote sehr geschätzt und auch rege daran teilgenommen. Vom Grillieren am Strand über einen Kinobesuch bis zu Wanderungen oder Ausflüge auf die Nachbarinseln, das Programm ist extrem vielfältig zusammengestellt und preiswert. Es gibt wirklich für jeden ein passendes Angebot und da diese Aktivitäten für die gesamte Schule offen sind, kommt man sofort in Kontakt mit weiteren Studentinnen und Studenten und gelangt an Orte, die man alleine wahrscheinlich nie gefunden hätte. Diese Aktivitäten sind ein grosses Plus der Sprachschule. Der Aktivity-Koordinator Luke ist ebenfalls sehr hilfsbereit und beantwortet gerne auch bei Fragen, die nicht die Sprachschule betreffen.

Die Schweizer in Hawaii:

Ein bekannter Kritikpunkt an einem Sprachaufenthalt auf Hawaii ist, dass es viele Schweizer dort hat. Dies ist wirklich der Fall, aber die Sprachschule pflegt eine konsequente English only Politik, welche nur Englisch an der Schule erlaubt und viele Schweizer sprechen auch privat Englisch untereinander. Bekannterweise lernt man ja eine Fremdsprache dann am besten, wenn man sie so oft wie möglich anwendet. Meistens treffen sich die Studentinnen und Studenten nach dem Unterricht am Army Beach, um gemeinsam die lockerere Seite von Hawaii zu geniessen und um bei Gesprächen und Musik abzuschalten.

Die Gastfamilie:

Für mich war immer klar, dass ich gerne in einer Gastfamilie wohnen möchte, denn dort lernt man nach meinen vergangenen Erfahrungen sehr viel einfach so nebenbei im Alltag. Echte Gesprächssituationen finden am Tisch statt, man kommt in Kontakt mit Einheimischen und lernt nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur am besten kennen. Ich wurde von Linguista ausführlich darüber informiert, dass die Distanzen in Hawii zur Gastfamilie sehr gross sein können, doch ich war bereit, diesen Mehraufwand auf mich zu nehmen, da für mich die positiven Aspekte einer Gastfamilie überwogen. Leider war dann mein Schulweg wirklich sehr lange, täglich pro Weg mindestens 1.15 Stunden bis über 2 Stunden, je nach Verkehr. Ausserdem konnte ich unter dem Tag aus Zeitgründen nicht nachhause, also war ich stets vollbepackt unterwegs: Schulmaterial, Mittagessen, Strandkleider, Regenschutz, Getränke etc. Die Gastfamilien sind ausserdem oft so weit weg, dass man bei längeren Abendaktivitäten gar keinen Bus mehr nachhause hat. Die Qualität der Gastfamilien (Gastfreundschaft, Essen, Hygiene etc.) wurde von meinem Umfeld leider ebenfalls wenig gelobt und bekommt auch von mir sehr wenig Punkte. Wir hatten aber trotzdem einige gute Gespräche am Tisch.

Die Schule bietet für alle Studentinnen und Studenten auch Zimmer in Residenzen an, diese befinden sich in unmittelbarer Nähe von der Sprachschule. Anschluss zu anderen Sprachschülerinnen und -schülern findet man hier sofort.

Alles in allem positiv:

Wenn ich auf meine Sprachaufenthaltzeit in Hawaii zurück blicke, war mein Sprachaufenthalt trotz einiger Hürden eine fantastische Zeit, die mich immer wieder aus der Komfortzone herausgeholt hat und mein Leben um ein grosses Stück bereichert hat. Ich spreche fliessender Englisch und fühle mich sicherer im Umgang mit der Englischen Sprache. Der Slogan von Linguista, "die beste Zeit deines Lebens", hat wirklich etwas Treffendes an sich, denn es ist eine Zeit, an die ich mich immer gerne erinnern werde und von der ich viele spannende, lustige und kuriose Geschichten erzählen kann.

 

Mein Sprachaufenthalt wurde in Zusammenarbeit mit www.linguista.ch realisiert.