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Hochzeit

Am 11. Mai 2019 habe ich meinem Mann Stefan Halter auch kirchlich das Ja-Wort gegeben.

 

Der Wecker riss mich früh morgens aus dem Tiefschlaf und ich atmete einmal kurz tief durch, denn ich wusste, dass heute ein einmaliger Tag sein wird. Ich setzte mich bei unseren Freunden und Wochenend-Gastgebern Peter und Armin an den Frühstückstisch und genoss es, einen mit Liebe zubereiteten Cappuccino zu trinken und in ein Stück Butterzopf zu beissen. Bald traf meine Coiffeuse und Stylistin Petra von Moos (www.scheen.ch) ein und machte sich an die Arbeit. Sie zauberte aus mir eine strahlende Braut.

In der Zwischenzeit waren bereits unsere Trauzeugen Karin und Benedikt eingetroffen, die gemeinsam noch letzte Absprachen für den grossen Tag tätigten. Karin brachte mir auch meinen Brautstrauss mit, den Monika Abächerli (www.blumenatelier-millefiori.ch) perfekt gesteckt hatte. Auch die passenden Blumen für mein Haar waren in einer Box bereit für ihren grossen Auftritt.

Mein Bruder bereitete mein wunderschönes Brautkleid vor, welches ich beim Brautmodegeschäft Chez Janine in Bubikon (www.chezjanine.ch) gefunden hatte. Ganz vorsichtig stieg ich in das Kleid aus Satin und mein Bruder verschloss sorgfältig die vielen Knöpfe am Rücken mit einem Häklein.

Nun war ich bereit für das Fotoshooting mit meinem Stefan, der sich ebenfalls herausgeputzt hatte und einen eleganten Anzug (auch Chez Janine, Bubikon) trug. Moritz Hager (www.moritzhager) stand hinter der Kamera und Chris war damit beschäftigt, den Schleier zu richten und Details am richtigen Ort zu platzieren. Leider regnete es immer wieder, sodass wir oft Foto-Pausen einlegen mussten- trotzdem war unsere gute Laune ungebremst und wir freuten uns auf alles, was noch kommen sollte.

Nach dem Shooting im idyllischen und liebevoll gepflegten Garten von Stefans Eltern, genossen wir ein leckeres Mittagessen, wieder bei unseren tollen Gastgebern und Freunden.

Schwups war das Haus leer und lediglich mein Bruder und ich waren noch vor Ort, ehe er meinen Vater abholen ging.

Plötzlich kreuzte vor dem Haus ein Oldtimer auf: Ich traute meinen Augen nicht. Den Fahrer kannte ich sogar, also beschlossen wir, noch kurz einen Jass zu klopfen. Doch die Zeit drängte, denn in 15 Minuten sollte die Messe beginnen. Voller Ehrfurcht stieg ich in das Auto, der charmante Chauffeur Kaspar öffnete in weissen Handschuhen die Türe. Als ich platziert war, rief mich Stefan an- das Wetter war zu unsicher, wir konnten nicht wie vorgesehen in der Alten Kirche im Wald heiraten.

Kurzerhand beschlossen wir am Telefon, die Trauung in den Forsthof zu verlegen- an den Ort, wo Stefan seine Erstausbildung als Forstwart absolvierte. Zum Glück war unser lieber Pater Aaron ebenso spontan wie wir und gab sein OK, die Trauung so durchführen zu können. Am Arm meines sichtlich stolzen Vaters betrat ich den Raum, begleitet wurden wir von wunderschönen Klängen unserer Jodlerin Tamara Riebli und Schwyzerörgeler Peter Rymann. Es freute mich, meine Familie und so viele Freunde mit glänzenden Augen zu sehen.

Während der wunderschönen und persönlichen Zeremonie hatte mein Trauzeuge und Bruder seinen grossen Auftritt: Er durfte seine selbst geschreinerten Nussbaumholz-Eheringe zu uns bringen. Im Anschluss an die Zeremonie gaben uns unsere Trauzeugen Wünsche mit auf den gemeinsamen Lebensweg. «Eure Liebe soll endlos sein, wie ein Ring», meinte mein Bruder. Stefans Schwester Karin ergänzte: « Euer Leben soll einer Bikefahrt ähneln- denn auch da ist die richtige Balance und korrekte Dosierung von in die Pedalen treten und vorsichtigem Bremsen sehr wichtig».

Als Abschluss sangen wir mit allen Leuten den «Gämselijäger» von Ruedi Rymann, anschliessend schritten Stefan und ich als frischgebackene Eheleute sichtlich gerührt aus dem Forsthof, wo uns unsere Spaliergäste empfingen. Der FSK Grossteil trug Nostalgie-Skikleider, die Schwingerinnen das Schwingertenue und am Ende des Tunnels wartete mein Göttibub: ESAF-Muni Kolin. Ich konnte es fast nicht glauben, freute mich aber riesig, dass mir als Tierliebhaberin diese grosse Ehre zuteilwurde. Das Wetter hatte sich etwas beruhigt, so dass wir einige Gratulationen von unseren Lieben draussen in Empfang nehmen durften.

Die Chliiteiler Apérofroiwä hatten einen gigantischen Apéro aufgestellt und verwöhnten unsere Gäste nach richtig währschafter Obwaldner-Manier. Der Himmel dunkelte leider wieder ein und wir mussten so rasch wie möglich die obligaten Bilder mit unseren Apéro-Gästen schiessen. Danach kamen Stefan und ich endlich dazu, uns mit unseren Gästen zu unterhalten.

Um 18.00 dislozierten wir weiter in die Wirtschaft Grossteil in Giswil, wo wir einen wunderschön geschmückten Saal mit lüpfiger Ländlermusik von Peter und Peter (und Roger) betreten durften. Stefan hat mit seinen Eltern am Morgen den Saal mit Efeu, roten Rosen und Perlen geschmückt, er sah sehr schön aus. Nach dem Salat begannen wir, unsere Gäste kurz vorzustellen.

Anschliessend war der Brauttanz an der Reihe, den wir zu Hause gut geübt hatten, dann aber trotzdem etwas improvisieren mussten. Unsere Trauzeugen haben den Abend akribisch vorbereitet und genau durchgeplant, so dass sich Musik, Unterhaltungs-Spiele, Brautstrauss-Wurf und Essen wie in einem Fluss ergänzten.

Gegen die Morgenstunden neigte sich unser schönster Tag dem Ende entgegen.

Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir eine so tolle Hochzeit feiern durften. Ich würde alles wieder genau gleich machen. 

 

 

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